Ich arbeite u.a. mit Methoden der Gestalttherapie.
Was heißt das?
Die Gestalttherapie betont, wie alle humanistischen Therapieformen, die Fähigkeit des menschlichen Organismus zur Selbstregulation. Für alle Problemstellungen des Lebens sind danach auch Lösungen potenziell in jedem Menschen angelegt, sofern diese nicht durch traumatische Erfahrungen, mangelhafte Sozialisation und negative Einstellungen usw. blockiert sind. Die Gestalttherapie möchte dazu beitragen, diese Blockaden aufzulösen und das Vertrauen in die eigenen Kräfte (wieder) zu stärken.
Die Voraussetzung hierfür ist die Ausbildung und die Lehranalyse der Therapeutin/des Therapeuten selbst.
„Nur
im Kontakt kann ich mich
finden“ ist einer der Kernsätze der
Gestalttherapie,
dessen Begründer Fritz
Perls war (geb. 8. Juli 1893 in Berlin,
gest.
14. Mai 1970 in Chicago), ein Arzt, Psychiater und Psychotherapeut.
Auch seine Frau Laura
Perls und Paul
Goodman
(Psychoanalytiker,
Sexualforscher und Soziologe) gehörten dazu. 1928
begegnet Perls dem Psychiater Wilhelm ReichPerls der später sein Kontrollanalytiker
wurde. Perls blieb seiner Herkunft
als Psychoanalytiker trotz zeitgeistbedingter
Kritik treu, da auch die Gestalttherapie im Kern eine Widerstands-Analyse ist:
Es geht um die Analyse und das Durcharbeiten der verschiedenen
Widerstände, die Kontakt, Einsicht und Veränderung der eigenen Person entgegenstehen. Nach
Perls dienen diese Widerstände vor allem dem eigenen Selbstschutz, die dem zu
folge auch nur im eigenen Tempo des Einzelnen abgebaut
werden können.Wie sieht die Arbeit einer Gestalttherapeutin aus?
Der Weg führt vom Kopf zu den Sinnen. Das wirkliche Leben spielt sich immer im unmittelbaren Kontakt ab und nicht, wie so oft parktiziert, in emotionaler Abwehr wie Projektion, Intellektualisierung, Verdrängung oder Idealisierung.
Das "Hier und Jetzt" ist daher die heilsame Rückkehr zu einer ganzheitlichen Erfahrung.
Um diesem Ziel näher zu kommen gibt es - neben dem nach wie vor wichtigen Gespräch - eine Vielzahl von Möglichkeiten an die eigenen, blockierten Gefühlen zu kommen.
Vorkenntnisse sind nicht erforderlich.
Eine Auswahl therapeutischer Übungen
Der sog. heiße StuhlGefühle, Gedanken, Wünsche oder sonstiger Bewusstseinsinhalte werden nicht
nur mitgeteilt, sondern mit Hilfestellung der Therapeutin /des Therapeuten möglichst auch gefühlt. Unstimmigkeiten, Widersprüche und Blockaden können so zügig bearbeitet werden.
Der leere Stuhlist eine Erweiterung des heißen Stuhls, wo wahrgenommene Probleme (sich widerstreitende Persönlichkeitsanteile, schwelende Konflikte mit anderen Menschen etc.)
bearbeitet werden, indem die Konfliktparteien (imaginär) auf einem leeren Stuhl Platz
nehmen. Die erarbeiteten Lösungen bleiben durch die eigene, emotionale Beteiligung besser in Erinnerung und können in vergleichbaren Situationen schneller abgerufen werden.
KörperwahrnehmungsübungenEntspannungsübungen und Phantasiereisen mit dem Ziel, besser in Kontakt zu sich selbst und dem eigenen Körper zu kommen.
BiografiearbeitErstellen von Familienbildern, Ursprungs- und aktuelle Familie, Stammbaumarbeit
Arbeit mit der LebenslinieZukunft stellen (Wo sehe ich mich in 2, in 5, in 10 Jahren ...)
Klären der eigenen Identität Identifikation mit Bildern und anderen Objekten
KrisenarbeitAnfertigen eines Recourcenfeldes. Eigene Stärken (wieder-) entdecken
AusdruckMalen und Reflexion über entstandene Bilder.
Arbeit mit der eigenen Wut (auf der Matte)
Modellieren mit Knet- oder
TonmasseNicht-sprachliches Verfahren bei Traumata (z.B. bei kindlichem Missbrauch)
Überprüfung von Selbst-
und FremdbildKontaktübungen in der Realität als "Hausaufgabe"
SymbolarbeitEinsatz von Mitteln aus der Natur, bewußt den Kontakt zur Natur (wieder-) aufnehmen
Gegenüberstellung in
Täter-Opfer-BeziehungenArbeit mit Kissen, Polarisierung und Übertreibung etc.
Paarübungen, Aktionstherapien Vorwurfsübung, Rücken an Rücken sitzen, acht Bitten zur Beachtung etc.
Rollenspiele, Skulpturen bauen
Klärung von beruflichen Problemen (z.B. bei Mobbing)
Imaginäres Briefeschreiben"Was ich Dir schon immer einmal sagen wollte..." bei unausgesprochener Wut, Liebe,
Trauer oder Verlust
Traumarbeit Botschaften in Träumen besser verstehen lernen
und Vieles mehr !
Außerdem: Empfehlungen von Büchern und Filmen, deren Inhalte die Therapie oder Beratung unterstützen.




